Politische Unsicherheit ist nicht das größte Recruiting-Risiko der Energiebranche.
Das größere Risikoentsteht, wenn Unternehmen selbst nicht klar sagen können, wofür sie jemanden einstellen.
Nach 35 Jahren imExecutive Search beobachte ich eine deutliche Veränderung:Erfahrene Kandidaten prüfen heute nicht mehr nur die Position.
Sie prüfen die Grundlage der Position.
Ist das Mandatwirklich beschlossen?
Ist das Budgetverbindlich?
Wer trägt dieStrategie intern?
Was bleibt von derRolle, wenn sich politische Rahmenbedingungen verändern?
Manche Unternehmenhalten diese Fragen für Risikoscheu.
Ich sehe das anders. Die besten Kandidaten sind nicht vorsichtiger geworden. Sie sind präziser geworden. Sie unterscheiden zwischen unternehmerischem Risiko und organisatorischer Unklarheit.
UnternehmerischesRisiko kann attraktiv sein. Es schafft Gestaltungsspielraum. Organisatorische Unklarheit bedeutet dagegen, dass Mandat, Budget und strategische Richtung nicht belastbar sind.
Dann verliert ein Unternehmen nicht nur Kandidaten.
Es verliertUmsetzungskapital:
Erfahrungswissen. Führungspersönlichkeiten. Projektkontinuität. Vertrauen im Markt.
Politische Unsicherheit können Unternehmen nicht vollständig beseitigen. Interne Unklarheit schon. Deshalb beginnt erfolgreiche Personalgewinnung nicht mit der Kandidatensuche.
Sie beginnt mit Klarheit.
Wie klar können Unternehmen in der Energiebranche derzeit noch sagen, wofür sie tatsächlich einstellen?
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